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Erinnerungsstätte an die Zwangsarbeit auf dem Gelände des Volkswagenwerks

Die Volkswagenwerk GmbH wurde 1937 als Unternehmen der deutschen Arbeitsfront (DAF), der größten NS-Organisation im damaligen Deutschen Reich, gegründet. Anstatt dem geplanten Bau eines Volkswagens für die deutsche Massenmotorisierung wurde das Unternehmen nach Kriegsbeginn 1939 in die Rüstungswirtschaft des NS-Staates eingebunden. Produziert wurden militärische Güter für Wehrmacht und SS, darunter vor allem Militärfahrzeuge, Bauteile für Flugzeuge und Flugbomben sowie Panzerfäuste und Tellerminen. Für die Produktion der Flugbombe V1 wurde eigens eine Gruppe von 300 ungarischen Juden aus dem Vernichtungslager Auschwitz rekrutiert. Der Einsatz von ausländischen Arbeitskräften zur Verrichtung von Zwangsarbeit war ein generelles Kennzeichen der nationalsozialistischen Kriegswirtschaft. Doch während der Anteil von Zwangsarbeitern in deutschen Rüstungsbetrieben rund 30 Prozent der Belegschaft betrug, nahm die Volkswagenwerk GmbH eine Vorreiterrolle bei der systematischen Nutzung industrieller Zwangsarbeit ein.

Da das erst 1938 gegründete Werk keine Stammbelegschaft hatte bilden können, erfolgte eine überproportionale Verwendung unfreier Arbeitskräfte: Ab 1940 wurden rund 20.000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern eingesetzt. Auf dem Höhepunkt der Beschäftigung in den Jahren 1943/44 machten dienstverpflichtete ausländische Arbeitskräfte mehr als zwei Drittel der Belegschaft aus. Unter ihnen waren ab 1942 auch ca. 5.000 KZ-Häftlinge, die neben Neuengamme und Buchenwald auch aus Auschwitz in die Fabrik am Mittellandkanal kamen. Neben verschiedenen Zwangsarbeiterlagern existierten zwei KZ-Außenlager („Halle1", „Laagberg"), ein Straflager, sowie auf dem Werksgelände das eigenständige KZ „Arbeitsdorf". Vor diesem historischen Hintergrund lebt die Volkswagen AG heute eine aktive und vielfältige Erinnerungskultur, die fester Bestandteil der Unternehmenskultur geworden ist.

Zur Ausstellung

Katalog

Der Ausstellungskatalog „Erinnerungsstätte an die Zwangsarbeit auf dem Gelände des Volkswagenwerks“ ist in deutscher und englischer Sprache vorhanden und steht zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Erinnerungsstätte an die Zwangsarbeit auf dem Gelände des Volkswagenwerks

ISBN 978-3-93112-07-9

 

 

 

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Besuch

Öffnungszeiten
Die Erinnerungsstätte befindet sich auf dem Werksgelände in Wolfsburg. Der Besuch ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung von Montag bis Freitag möglich. Führungen erfolgen in deutscher und englischer Sprache. Der Eintritt ist frei.  

Zugänglichkeit
Die Ausstellung und die Räumlichkeiten des Konzernarchivs sind barrierefrei erreichbar. Besucher, die einen barrierefreien Zugang zum Werk benötigen, nehmen bitte das Tor Sandkamp und geben einen Hinweis bei der Anmeldung.

            Anmeldung
            Volkswagen AG, Heritage
            Konzernarchiv
            Brieffach 1922, 38436 Wolfsburg
            Tel. +49 (0) 53 61/92 56 67
            E-Mail: history(at)volkswagen.de

            Kinder
            Die Dauerausstellung ist für Personen unter 14 Jahren nicht geeignet.

            Fotos
            Auf dem Werksgelände ist das Fotografieren untersagt.

 

 

 

 

 

 

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