Kurzinformation
Kurzbiografie
Dieses Kurzporträt basiert auf einem persönlichen Essay, den Nirit Cordes im Sommer 2026 für Jüdisches Niedersachsen online verfasst hat. Darin beschreibt sie ihre familiären Wurzeln in Israel, ihre Verbundenheit mit Niedersachsen sowie ihre Perspektiven auf jüdisches Leben, Erinnerung und den gesellschaftlichen Umgang mit Antisemitismus.
Nirit Cordes wurde in Hannover geboren und besitzt die deutsche sowie die israelische Staatsangehörigkeit. Die Familie ihrer Mutter ist seit Generationen im Land Israel verwurzelt. Diese familiäre Geschichte, regelmäßige Aufenthalte in Israel und die enge Verbindung zu Sprache und Literatur prägen ihre Identität bis heute.
Nach dem Studium der Germanistik und Amerikanistik an der Leibniz Universität Hannover arbeitete Cordes als freie Autorin und Lektorin. In ihrer literaturwissenschaftlichen Forschung beschäftigte sie sich mit der Literatur der zweiten Generation von Shoah-Überlebenden. Seit vielen Jahren engagiert sie sich zudem ehrenamtlich in der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.
Der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 markiert für Cordes einen tiefen biografischen Einschnitt. Seither veröffentlicht sie verstärkt journalistische Beiträge zu Antisemitismus, jüdischer Identität und Israel, beteiligt sich an öffentlichen Diskussionen und engagiert sich für die Sichtbarkeit jüdischer Perspektiven in Deutschland.
In ihrem Essay verbindet Cordes persönliche Familiengeschichte mit gesellschaftlichen Beobachtungen. Die Erinnerung an ihre israelische Mutter, die Bedeutung von Sprache und jüdischer Tradition sowie die Erfahrung, zwischen Deutschland und Israel zu leben, bilden den roten Faden ihres Beitrags. "Sprache öffnet das Tor zu Kulturen und zu den Menschen, die diese leben", schreibt sie und beschreibt Israel nicht nur als Herkunft ihrer Familie, sondern als Ort der Zugehörigkeit und gelebten Identität.
Für die Zukunft wünscht sich Cordes mehr Offenheit für jüdische Perspektiven, einen entschlossenen Umgang mit Antisemitismus und die Bereitschaft, miteinander im Gespräch zu bleiben. Für sie sind Sprache, Debatte und gegenseitiges Zuhören grundlegende Voraussetzungen einer demokratischen Gesellschaft.
Ein Satz, der sie dabei begleitet, lautet:
"Please remain courageous, because courage is contagious."
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