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Personen
Helene Sternheim

Helene Sternheim

Kulturelle Zugehörigkeit:
Judentum
Geschlecht:
weiblich
Nationalität:
deutsch
Beruf:
Putzmacher*in (1880 - 1938), Schätzwerte
Kauffrau (1880 - 1938), Schätzwerte

Kurzinformation

Helene Sternheim betrieb in Neustadt am Rübenberge ein Geschäft für Modewaren.

Kurzbiografie

Leben und Wirken:

Autor: Hubert Brieden, Arbeitskreis Regionalgeschichte e.V.

Helene Sternheim, genannt Lenchen, wurde am 28. Juni 1864 in Neustadt am Rübenberge geboren. Sie blieb ledig und wohnte in der Leinstraße 11. Sie war die Tante von Leo Steinberg und die Schwester von Ida Rosenberg.
Sie arbeitete als Putzmacherin und Kauffrau. Ihr Geschäft für Modewaren wurde 1938 „arisiert“. Schon am 29. Oktober 1938 teilte Fritz Frese, Inhaber einer Maschinenstrickerei, per Zeitungsannonce mit, dass er das Manufaktur- und Modewarengeschäft übernommen habe. Am selben Tag erteilte der Neustädter Landrat gegen Zahlung einer Verwaltungsgebührt von 5 RM die Genehmigung zur "Arisierung". (Brieden: "Das jüdische Gebetshaus wurde geschlossen", S. 110)
Helene Sternheim verzog am 6. Oktober 1938 zusammen mit ihrer Schwester Ida Rosenbergg zur Familie von deren Tochter nach Barsinghausen in die Bahnhofstraße 19, später in die Kaltenbornstraße 3 („Judenhaus“). Am 20. Juli 1942 wurde sie zusammen mit ihren Verwandten nach Hannover und von dort drei Tage später nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 1. August 1943 umkam.
Helenes Schwester Ida und die fünfköpfige Familie der Tochter wurden ebenfalls ermordet.

Quellennachweis:
Broschüre Stolpersteine Neustadt am Rübenberge (zuletzt eingesehen am 30.07.2026)
H. Brieden, „‚Das jüdische Gebetshaus wurde geschlossen.‘ Diskriminierung, Verfolgung und Vernichtung einer Minderheit in Neustadt am Rübenberge“. Verl. Region + Geschichte, Neustadt, 2007. GBV

Autorenschaft:
H. Brieden

Nachwirken:

In Erinnerung an Helene Sternheim wurde am 27. März 2014 in der Leinstraße 22 in Neustadt am Rübenberge ein Stolperstein verlegt.

Quellennachweis:
Liste der Stolpersteine Neustadt am Rübenberge (zuletzt eingesehen am 30.07.2026)

Familie und Netzwerk

hat Nichte oder Neffe:

Lebensstationen

Verbundene Institutionen:
Wohnorte:
Neustadt am Rübenberge, Leinstraße 22 (1864 - 1938)

Lektüre

Literatur zur Person:
Brieden, Hubert jüdische Gebetshaus wurde geschlossen.", Diskriminierung, Verfolgung und Vernichtung einer Minderheit in Neustadt am Rübenberge, 2007, GVK
Brieden, Hubert , Kister, Helge Vergessene, Spaziergänge durch die Neustädter Sozialgeschichte, 2021, GVK

Administrative Angaben

Datensatz erzeugt:
2026-07-30T12:10:32Z
Zuletzt geändert am:
2026-08-19T08:16:15Z
In Portal übernommen am:
2026-09-15T18:29:24+02:00
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