Arbeitsgemeinschaft Gifhorn der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V.
Kurzbeschreibung
Die neue AG soll Raum bieten für Aufklärung, Begegnung und Engagement – und ein klares Zeichen gegen Gleichgültigkeit setzen. Gewählt wurden Karen Beatrice Wegner als Vorsitzende und Simon Haß und Henrike Seemann als Stellvertreter. Die Gründung ist mit einem Klezmer-Konzert gefeiert worden.
Bereits vor der offiziellen Gründung sind mit ersten Veranstaltungen Impulse gesetzt worden: Die Israelin Nurit Katziry berichtete demnach über das Leben in den Kibbuzim, besonders auch nach dem 7. Oktober. Mit der musikalischen Lesung „Vom 9. November zum 7. Oktober“ brachten Beatrice Wegner und Nirit Cordes sowie der Pianist Wolfgang Kraus das Buch „Feuer. Israel und der 7. Oktober“ von Ron Leshem auf die Bühne. Historisch und philosophisch beleuchtete Kay Schweigmann-Greve das Wirken Theodor Lessings, einem frühen Warner vor Antisemitismus. Wolfgang Kraushaar bot mit seinem Vortrag „Israel: Hamas - Gaza - Palästina“ fundierte Einblicke in die komplexe politische Lage.
Um sich und ihre Arbeit vorzustellen haben die in Niedersachsen vertretenen Arbeitsgemeinschaften der Deutsch-Israelischen-Gesellschaften im Frühling 2025 folgende Fragen beantwortet:
Warum ist eine Partnerschaft mit Israel wichtig?
Eine Partnerschaft mit Israel ist wichtig, um Uniwssenheit und Vorurteile in der deutschen Bevölkerung abzubauen und ein differenziertes Bild des wunderschönen Landes zu fördern. Durch Bildungsveranstaltungen kann Wissen über Israels Gesellschaft, Kultur und Geschichte vertieft werden. So können Menschen Israel jenseits von Konflikten als vielfältige und innovative Demokratie kennenlernen. Solche Partnerschaften stärken demokratische Werte, Toleranz und das jüdische Leben – sowohl in Israel als auch in Deutschland.
Welche Projekte oder Aktivitäten haben die DIG besonders geprägt?
Vorträge von Referent:innen unterschiedlicher Couleur sowie musikalische Lesungen.
Welche besonderen Aufgaben oder Herausforderungen sehen sie im Bundesland Niedersachsen?
Die DIG steht in Niedersachsen vor der Herrausforderung, wachsendem Antisemitismus und mangelndem Wissen in der Bevölkerung entgegenzuwirken. Besonders problematisch ist israelbezogener Hass aus dem islamistischen Milieu, die geringe Solidarität mit Jüd:innen in Niedersachsen und einseitige Informationsquellen. Um dem zu begegnen, benötigen wir stärkere Netzwerke, gezielte Bildungsformate (auch in den Schulen) und klar sichtbare Solidarität mit Israel und Jüd:innen in Deutschland.
Wie gestalten sie die Kooperation mit Israel?
Einladung von Referent:innen aus Israel. Als langfristiges Ziel wird eine Städtepartnerschaft angestrebt.
Wie hat sich ihr Engagement nach dem 7. Oktober verändert und was beschäftigt sie gegenwärtig am meisten?
Der Terrorangriff durch die Hamas und auch in Teilen der palästinensischen Zivilbevölkerung aus dem Gazastreifen hat bei uns eine tiefste Erschütterung ausgelöst und das Bewusstsein geschaffen, wie existentiell bedroht Israel ist. Dies hat bei uns das innere Bedürfnis gestärkt, sich solidarisch zu zeigen und aktiv für Israels Sicherheit und Existenzrecht einzutreten.
Wodurch zeichnet sich Ihre DIG aus?
Ein harmonische Gruppe von unterschiedlichen Menschen, die das Interesse an Israel und Judentum verbindet.
Wie blicken sie auf die Zukunft der Deutsch-Israelischen Beziehungen und welche Pläne haben sie für die Zukunft?
Die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel müssen weiter intensiviert werden, um ein klares Zeichen gegen Antisemitismus und Antiszionismus zu setzen. Eine enge Zusammenarbeit in Bildung, Kultur, Wissenschaft und Politik ist entscheidend, um radikalen Kräften und verzerrten Narrativen entgegenzutreten. Als langfristiges Ziel wird eine Städtepartnerschaft angestrebt.
Wie kann ich mich selbst einbringen?
Das wird sich in einem Gespräch feststellen lassen.
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