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Bildungseinrichtungen
Ehemalige Jüdische Schule Leer
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Ehemalige Jüdische Schule Leer

Anschrift:
Ubbo-Emmius-Straße 12
26789 Leer
Öffnungszeiten:
Donnerstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr, Führungen auf Anfrage
E-Mail:
ejs@lkleer.de
Telefon:
+4949199920832
Ansprechperson:
Susanne Bracht, wissenschaftliche Leitung der EJS
Homepage:
Ehemalige Jüdische Schule Leer (zuletzt eingesehen am 31.08.2023)mehr erfahren

Kurzbeschreibung

Die Ehemalige Jüdische Schule Leer ist eine Gedenk- und Begegnungsstätte in der Trägerschaft des Landkreises Leer. Die Synagogengemeinde Leer, die seit dem Jahr 1885 die neugebaute Synagoge in der Heisfelder Straße für Gottesdienste nutzte, betrieb von 1910 bis 1939 die „Israeltische Elementarschule“ an der damaligen Deichstraße, heute Ubbo-Emmius-Straße 12. Die Hauptaufgabengebiete der Einrichtung sind: forschen, lernen, begegnen und gedenken.
Begegnungsangebot:

Die Ehemalige Jüdische Schule Leer zählt einerseits die Erforschung der jüdischen Regionalgeschichte und die Konzeption von Ausstellungen zu ihren Aufgaben, andererseits werden aktuelle Themen jüdischer Kultur und Religion im Rahmen von Vorträgen und Begegnungsformaten angeboten. Grundsätzliches Anliegen ist dabei, die jüdische Lokalgeschichte mit Themen der jüdischen Gegenwart in Deutschland zu verbinden. Als außerschulischer Lernort bietet die Ehemalige Jüdische Schule verschiedene Angebote für Schulklassen und Interessensgruppen an. Einige Beispiele:

Auf den Spuren der hebräischen Buchstaben
Eine Führung, die die einstige jüdische Schule als Ort des Lernens vorstellt. Neben den Themen des Lernens wird die Verbindung zum „Haus der Versammlung“ (Synagoge) erläutert. Jüdische Kultgegenstände des Gottesdienstes werden anhand von Hands-on-Objekten besprochen.
Geeignet für Grundschulklassen und Schulklassen der Sekundarstufe 1 und Interessensgruppen wie z.B. Konfirmandengruppen, die bereits Vorkenntnisse zur jüdischen Religion und Kultur haben. Dauer: 1,5 bis 2 Stunden

Zeitzeugengespräch mit Albrecht Weinberg
Albrecht Weinberg, einstiger Schüler der jüdischen Schule, berichtet als Zeitzeuge und Schoa-Überlebender von seinen Kinder- und Jugendjahren, die durch Ausgrenzung und Vertreibung geprägt waren. Im Gespräch schildert er seine Zeit im Vernichtungslager Auschwitz und seine spätere Befreiung im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Das Gesprächsformat bietet die Möglichkeit, dass Schüler*innen Fragen stellen können. Geeignet für Schulklassen der Sekundarstufe 1 und 2, die Vorkenntnisse zum Thema Nationalsozialismus im Rahmen des Unterrichts erhalten haben. Dauer: mindestens 2 Stunden

Exkursion in die Synagoge von Groningen (NL)
In Kooperation mit der Stichting Folkingestraat Synagoge Groningen wird eine zweiteilige Exkursion angeboten. Im ersten Teil findet eine Führung in der Ehemaligen Jüdischen Schule statt. Im Fokus stehen dabei Erläuterungen zur Geschichte der jüdischen Schule sowie zu Kultgegenständen und synagogaler Einrichtung. Im Anschluss wird dann die Groninger Synagoge besucht. Dort wird die Gruppe durch die Synagoge und durch das historische jüdische Viertel geführt.
Dieses Angebot ist geeignet für Schulklassen der Sekundarstufe 1 und 2 und dauert insgesamt mindestens 4 Stunden (ca. 2 Stunden in der Ehemaligen Jüdischen Schule Leer und ca. 2 Stunden in Groningen).
Kosten: Die Schulklasse trägt die Kosten für den Eintritt in die Groninger Synagoge und die Gruppenpauschale für Führungen von 50 € je Gruppe. Aufgrund diverser Spenden zum Dank an Albrecht Weinberg – Schüler der einstigen jüdischen Schule – können die Fahrtkosten (Bus, Bahn) von der Ehemaligen Jüdischen Schule übernommen werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: Teilnahme an der Führung in Leer, eigenständige Organisation des Transfers nach Groningen durch das Lehrpersonal, etwa zwei Klassen nehmen an der Exkursion teil.

Materialkoffer „Judentum“
Der Materialkoffer wurde mit dem Ziel zusammengestellt, ausgewählte Kultgegenstände des Judentums für den schulischen Alltag zum Ansehen und Anfassen zur Verfügung zu stellen. Bei dem Materialkoffer handelt es sich um eine Zusammenstellung unterschiedlicher Kultge- genstände, die für die tägliche Praxis und für die Feiertage relevant sind. Alle Gegenstände sind dazu da, um sie anzufassen und auszuprobieren, wie bspw. den Dreidel drehen oder den Gebetsschal oder die Kippa anlegen. Neben den Gegenständen sind auch verschiedene Bücher im Materialkoffer vorhanden. Hierbei handelt es sich zum einen um Publikationen für Lehrkräfte zur weiteren Vertiefung in das Thema Judentum. Zum anderen sind Anregungen in Form von Materialheften enthalten. Auch der Aspekt der jüdischen Regionalgeschichte findet Eingang in den Materialkoffer in Form von Büchern und Projektberichten, die ebenfalls für die Lehrkräfte zur Verfügung gestellt werden. Geeignet für Grundschulklassen, Klassen der Sekundarstufe 1 und 2. Die maximale Ausleihdauer beträgt 4 Wochen.

Dauer

Je nach ausgewähltem Format unterschiedlich

Zeiten

Für alle Angebote und Formate nach Vereinbarung

Kosten

Für die Exkursion nach Groningen fallen Eintritts- und Führungsgebühren an. Für die übrigen Angebote werden keine Kosten erhoben, Spenden sind jedoch willkommen.

Ansprechpartner*in

Susanne Bracht, wissenschaftliche Leitung
E-Mail: susanne.bracht@lkleer.de
Tel: +4949199920832

Hinweise

Informationen zu weiteren thematischen Angeboten und aktuellen Veranstaltungen werden über die Website bekanntgegeben.


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Das Festjahr in Niedersachsen im Rückblick - Projekte:

Die Ehemalige Jüdische Schule Leer ist eine Gedenk- und Begegnungsstätte in Trägerschaft des Landkreises Leer. Als letzter „steinerner Zeuge“ der Synagogengemeinde Leer widmet sie sich dem Gedenken an jüdische Bevölkerung aus dem Landkreis. Zu ihren Kernaufgaben gehören die Erforschung, Vermittlung und Präsentation jüdischer Lokalgeschichte sowie Veranstaltungen zu aktuellem jüdischen Leben in Deutschland.

In dem Zeitraum vom 17. Oktober 2021 bis 30. Januar 2022 wird die Schule zum Austragungsort der beeindruckenden Ausstellung „Ich packe meine Koffer…“.

Das Projekt setzt sich auf künstlerischer Ebene mit den Lebenserinnerungen von Auguste (Gustel) Moses-Nussbaum auseinander. Gustel Moses-Nussbaum wächst in Ostfriesland als jüdisches Mädchen auf. Im Dritten Reich wird sie von den Eltern getrennt in den Niederlanden versteckt. Nach ihrer Flucht sieht sie sich gezwungen in das damalige Palästina zu migrieren. Jede Station ihres Lebens ist mit Erfahrungen, Eindrücken, Objekten und Bildern belegt.

Die Ehemalige Jüdische Schule Leer und die Kulturwerkstatt Leer begeben sich gemeinsam mit der Theaterregisseurin und Künstlerin Katharina Birch, dem Künstler und Fotografen Benyamin Reich und dem Sounddesigner Shorty Gerriets auf die „Reise“ von Gustel Moses-Nussbaum.

Durch Installationen und Fotografien wird ihre Geschichte nachgezeichnet und der Bogen in die Gegenwart gespannt.

Was haben ihre Erfahrungen mit uns heute zu tun? Was bedeutet Identität? Und was bedeutet Identität für Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen?

Quellennachweis:
„Eintausendsiebenhundert Jahre jüdisches Leben in Deutschland - Projekte zum Festjahr aus Niedersachsen“. Niedersächsischer Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, Hannover, 2021. GBV
Vier Lehrergenerationen – Lasser Abt, Ignatz Popper, Hermann Spier und Seligmann Hirschberg – lehrten nacheinander an der einstigen Jüdischen Schule Leer. Sie wohnten jeweils mit ihren Familien im Obergeschoss des Hauses. Neben dem Klassenraum und der Lehrerwohnung nutzte die jüdische Gemeinde einen Raum des Gebäudes ebenfalls als Gemeindeversammlungsraum.
Als letzter „steinerner Zeuge“ der Synagogengemeinde Leer widmet sich die Ehemalige Jüdische Schule dem Gedenken an die jüdische Bevölkerung aus dem Landkreis. Zu ihren Kernaufgaben gehören die Erforschung, Vermittlung und Präsentation jüdischer Lokalgeschichte sowie die Organisation von Veranstaltungen zum aktuellen jüdischen Leben in Deutschland. Neben regionalen Kooperationspartnern bestehen ebenfalls aktive Zusammenarbeit mit niederländischen Einrichtungen, zum Beispiel der „Stichting Folkingestraat Synagoge Groningen“. In der Ehemaligen Jüdischen Schule werden die Dauerausstellung zur Schule mit Interviewsequenzen ehemaliger Schüler*innen wie Ilse Polak, Wilhelm Polak, Albrecht Weinberg und Manfred Gans sowie wechselnde Sonderausstellungen zur jüdischen Lokalgeschichte gezeigt.
In der Stadt Leer verortet, aber mit dem Weitblick auf das Kreisgebiet, wird in der Ehemaligen Jüdischen Schule zu Themen jüdischer Geschichte geforscht. Zu Forschungs- und Vermittlungszwecken führt und sammelt die Ehemalige Jüdische Schule Zeitzeug*inneninterviews mit regionalem Bezug. Als assoziierte Sammlungsstelle des Visual History Archives der University of Southern Carolina stellt sie Zeitzeug*inneninterviews für Forschungszwecke zur Verfügung.
Als außerschulischer Lernort bietet die Ehemalige Jüdische Schule die Möglichkeit, die Geschichte des Hauses als Teil der Stadtgeschichte zu entdecken sowie diese in Verbindung mit Themen jüdischer Kultur kennenzulernen.

Quellennachweis:
Ehemalige Jüdische Schule Leer (zuletzt eingesehen am 31.08.23)

Touristische Informationen // Datensätze, die Sie ebenfalls interessieren könnten

Literatur zur Einrichtung:
Ehemalige Jüdische Schule Leer (zuletzt eingesehen am 31.08.23) https://wmk.landkreis-leer.de/Veranstaltungsorte/Ehemalige-Jüdische-Schule-Leer/Über-uns/, https://wmk.landkreis-leer.de/Veranstaltungsorte/Ehemalige-Jüdische-Schule-Leer/Über-uns/

Administrative Angaben

Datensatz erzeugt:
2022-06-23T14:25:03Z
Zuletzt geändert am:
2024-02-20T17:04:41Z
In Portal übernommen am:
2024-07-25T14:01:47+02:00

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